Néa Potidéa ist geographisch gesehen der erste Ort auf Kassándra. Er liegt sowohl am thermäischen als auch am kassandrinischen Golf. Außerdem wird in Néa Potidéa die Kassándra zur Insel, wenn auch nur durch Menschenhand.

Brücke über dem Kanal von Néa Potidéa |
So befindet sich in Néa Potidéa ein Kanal von 1.250 Meter Länge, 40 Meter Breite und 8 Meter Tiefe. Er erlaubt auch größeren Schiffen die Durchfahrt und wird von einer 18 Meter hohen Brücke überspannt. Zwar ist nicht genau bekannt, wann dieser Kanal tatsächlich zum ersten Mal genutzt wurde. Man geht jedoch davon aus, daß sein Bau auf König Kassándros zurückgeht. Wenn auch vermutet wird, daß es bereits im 1. Jahrhundert irgendwo in der Nähe einen anderen Kanal gegeben haben soll. Der Kanal in seiner heutigen Form wurde jedenfalls 1930 eröffnet.

Kanal bei Néa Potidéa |

Hafen von Néa Potidéa |
Die ursprünglich an dieser Stelle gelegene Stadt Potidäa wurde im 7. Jahrhundert v.Chr. durch die Korinther gegründet. Endgültig aufgebaut wurde diese jedoch erst durch Flüchtlinge aus Ostthrakien. Während des peleponnesischen Krieges beteiligte sich die Stadt 413 v.Chr. am Aufstand gegen Athen, wurde daraufhin knapp 2 Jahre lang belagert, anschließend endgültig eingenommen und unter Philipp II. zerstört. 316 v.Chr. wurde Potidäa unter König Kassándros erneut aufgebaut. Im 6. Jahrhundert wurde die Stadt erneut zerstört.

Stadtmauerreste von Néa Potidéa |

Promenade von Néa Potidéa |
Reste der im 6. Jahrhundert zerstörten Stadtbefestigung sind heute noch zu sehen. Die Ruinen sind teilweise zwischen den Häusern zu erkennen, sie ragen im Hafenbereich aber auch aus dem Wasser heraus. An der Kanalstraße sind zudem noch ein paar wenige Überreste eines alten Kastells zu entdecken.