Das oft auch als Áthytos bezeichnete Dorf zählt zu den ältesten Siedlungen Chalkidikís und wurde vermutlich schon im 8. Jahrhundert v.Chr. durch euböische Kolonisten besiedelt. Bereits Aristoteles (384 v.Chr. bis 323 v.Chr) erwähnte den Ort im Buch "Politéa".
348 v.Chr. zerstörten die Truppen Philipp II. den Ort. Im Jahr 1821 wurde Áfytos von den Türken erneut größtenteils zerstört, von den Bewohnern 1827 aber wieder aufgebaut. Außerdem wird angenommen, das der Ort seit seiner Gründung ununterbrochen bewohnt war.
Sehenswert ist der alte Dorfkern und die von 1857 bis 1859 erbaute Dorfkirche Ágio Dimítri, die über die einzige Kuppelbasilika Chalkidikís verfügt.
Direkt vor der Kirche wurden bei Straßenbauarbeiten 1996 zufällig Überreste des antiken Áfytos entdeckt. Zwar ist davon heute nichts mehr zu sehen, weil man die Ruinen wieder zugeschüttet hat. Funde, die man bei den damaligen Grabungen machte, sind aber in dem kleinen Landwirtschafts- und Volkskundemuseum des Ortes ausgestellt. Darunter einige Tongefäße, die Knochen und Schädel enthielten. Dort sind aber auch Werkzeuge und Geräte ausgestellt, die man früher zur Landwirtschaft verwendete.