Chalkidiki
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Polígiros (auch: Polýgyros) ist das Verwaltungszentrum des makedonischen Bezirks Chalkidikí. Er liegt auf 530 Metern Meereshöhe in einer Talmulde an den Ausläufern des Holomóntas-Gebirges.

Erste Erwähnung findet der Ort in Urkunden aus dem 11. Jahrhundert. Damals war die Siedlung ein Landgut eines der Áthosklöster. In der klassischen Zeit soll sich in der Nähe die Stadt Apollonía befunden haben, was Überreste bestätigen könnten, die südwestlich von Polígiros am Volvisee entdeckt wurden.

Außer einem kleinen archäologischen Museum hat die chalkidikísche Hauptstadt wenig zu bieten. Es liegt an der Straße nach Thessaloníki, am Platía Iroóu gegenüber der Stadtverwaltung. Das Museum enthält u.a. Grabfunde aus den antiken chalkidikíschen Städten, diverse andere Objekte von Ausgrabungsstätten wie z.B. Ólynthos, Fragmente aus dem Ammon-Zeus-Tempel in Kallithéa, einige Terrakottafiguren und -behälter sowie Goldschmuck aus der Zeit um 300 v.Chr. Höhepunkt ist der aus dem 6. Jahrhundert stammende Kourós aus dem antiken Stagirá. Dabei handelt es sich um eine ca. 60 Zentimeter große Figur, die einen nackten Jüngling darstellt. Ein weiteres wichtiges Ausstellungsstück ist der Sarkophag von Akanthós (Ierissós) aus dem 3. Jahrhundert v.Chr.

  | © Michael Brüser, Lennestadt |