Das Örtchen Tripíti ist eigentlich kaum erwähnenswert, wäre es nicht die Hauptablegestelle für die Fähren zur Insel Amolianí. Der winzige Hafen besteht lediglich aus einer relativ einfachen Anlegestelle, einem Fahrkartenhäuschen und einer kleinen Taverne.
Allerdings hat Tripíti historische Bedeutung, auch wenn dies meistens dem Nachbarort Néa Róda zugerechnet wird. Denn 481 v.Chr. ließ - zumindest der Legende nach - Perserkönig Xerxes auf Höhe der Ortschaft einen Kanal ausheben, der die Halbinsel Áthos vom Festland abtrennte. Aufgrund der Tatsache, daß die Landenge hier lediglich 2,5 Kilometer breit ist, fiel die Wahl für den künstlichen Seeweg auf diesen Ort. Der Grund für die Aktion war, daß 10 Jahre zuvor der Großteil der Flotte des persischen Generals Mardonis Schiffbruch erlitt, als man versuchte, die Halbinsel Áthos auf dem Seeweg zu umfahren.
Heute erinnert allerdings nur noch eine unauffällige Bodensenke daran, daß hier seinerzeit Wasser geflossen sein könnte und Athos zur Insel machte. Jedoch ist es nach wie vor nicht sicher, ob dieser Kanal seinerzeit überhaupt jemals fertiggestellt wurde.