Der östliche der drei Finger wird Áthos, Berg Áthos oder Heiliger Berg (Ágion Óros) genannt. Den Namen erhielt die Halbinsel vom gleichnamigen Berg, der an der Südspitze majestätisch 2.033 Meter hoch aus der Ägäis emporragt. Der Finger ist etwa 60 Kilometer lang und bis zu 12 Kilometer breit.
Der Sage nach soll der Berg entstanden sein, als der Meeresgott Poseidon während eines Kampfes der Giganten einen riesigen Felsbrocken gegen einen thrakischen Zyklopen geschleudert und unter diesem begraben habe. Aber wie das mit der Mythologie so ist, gibt es auch die Variante, daß der Riese Athos einst den mächtigen Marmorberg gegen Poseidon geworfen haben soll.

Hintergrund: Ágion Óros |
Zwar nimmt den größten Teil der Halbinsel Áthos die Mönchsrepublik ein, dennoch zählen auch einige Orte geographisch dazu, die vor der streng bewachten Grenze liegen. Vor allem Ouranóupoli ist hier zu nennen. Ein kleines Hafenstädtchen, von welchem aus die Linienschiffe zum Hafen Dáfni fahren, dem Einreisepunkt der Mönchsrepublik.
Von 481 v.Chr. an war die Halbinsel für einige Zeit vom Festland abgetrennt, weil die Perser bei Néa Róda bzw. Tripíti einen Kanal errichteten, durch den die gefährliche Umschiffung entfiel. Später jedoch wurde dieser Kanal wieder zugeschüttet.