Ierissós befindet sich ganz am Beginn des östlichsten Fingers der Chalkidikí. Der relativ große Ort an der Ostküste gilt seit alters her als traditionelles Boots- und Schiffsbauzentrum. Noch heute werden die hölzernen Kaíkis nach handwerklicher Tradition gebaut, die immer wieder gerne als Fischkutter und auch als Ausflugboote genutzt werden. Die Werften befinden sich unmittelbar am Strand und meist hat auch niemand etwas dagegen, wenn man dort ein wenig herumschlendert.
Urspünglich befand sich unweit des heutigen Ortes das antike Akanthós, wovon noch einige Reste zu sehen sind. Darunter auch die Überreste des alten Friedhofes. Einige Funde aus Akanthós sind im archäologischen Museum von Polígiros zu besichtigen, so z.B. eine Urne.
Etwa 2 Kilometer westlich von Ierissós befindet sich zudem der Turm von Kroúnas, der aus byzantinischer Zeit stammt. Er erhielt seinen Namen übrigens durch die Krähen, die sich dort eingenistet haben (Koúrounes = Krähen).
Von Ierissós aus starten übrigens auch Ausflugsschiffe zur Ostküste des Heiligen Berges. Auf den Fahrten lassen sich einige der dortigen Klöster vom Wasser aus bewundern. Allerdings nur aus mindestens 500 Metern Entfernung, da man die Ruhe der Mönche nicht stören möchte. Zu den Klöstern an der Westküste der Mönchsrepublik starten Schiffe in Ouranóupoli oder Órmos Panagías auf der Halbinsel Sithonía.