Chalkidiki
Chalkidikí » Áthos » Amolianí

Amolianí (auch: Amoulianí) ist zum einen die größte chalkidikísche Insel, zum anderen die einzige, die ständig bewohnt ist. Mal abgesehen von der Kassándra, sofern man diese durch den Kanal von Néa Potidéa als Insel bezeichnen möchte. Amolianí befindet sich nur 2 Seemeilen vor der nördlichen Westküste der Halbinsel Áthos.

Im Jahr 1922 wurde das 5 Kilometer lange und 2 Kilometer breite Eiland durch griechische Flüchtlinge aus Pasaliman am schwarzen Meer besiedelt. Zuvor befand es sich im Besitz des Áthosklosters Vatopédiou, dessen Mönche dort Feigen, Oliven und Weinreben anbauten. Aus dieser Zeit existiert auch noch ein kleiner Wehrturm am Hafen, in dem sich inzwischen jedoch eine Bar befindet und der damit nur noch wenig historische Bedeutung hat.


Insel Amolianí

In Sachen Tourismus ist Amolianí nur einigermaßen erschlossen. Dies liegt vor allem daran, daß es auf der gesamten Insel inzwischen keine Südwasserquellen mehr gibt. Frischwasser muß somit per Tankschiff vom Festland bezogen werden. Ansonsten sind es eher Individualtouristen, Urlauber aus Thessaloníki oder Tagesausflügler, die das Inselchen neben den Einheimischen bevölkern.

Amolianí ist mit Autofähren zu erreichen, welche mehrmals täglich zwischen Tripíti und dem Inselhafen hin- und herpendeln. Obwohl man mit dem Auto auf die Insel übersetzen kann, ist dies eigentlich nicht notwendig. Denn vom kleinen Hafen aus ist jeder Winkel innerhalb eines etwa einstündigen Fußmarsches bequem zu erreichen.

  | © Michael Brüser, Lennestadt |